Die wichtigsten Versicherungen für Eigenheimbesitzer

Ein Hausbrand, ein Wasserschaden oder ein Sturm. Es gibt zahlreiche Risiken, die das Eigenheim gefährden und entstandene Schäden sind für Hausbesitzer oft nicht selbst zu bezahlen. Daher ist es besonders wichtig, sich vor allem gegen größere Gefahren zu versichern. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die unterschiedlichen Sparten der Absicherung.

wohngebaeude-versicherungWohngebäudeversicherung: Diese Absicherung sollte jeder Hausbesitzer für sein Eigenheim haben. Abgedeckt sind Schäden durch Feuer, Leitungs- wasser und Strom. Die Prämie richtet sich nach Wert und Lage des Hauses. In der Regel sollte der Versicherungsschutz vollumfänglich abgeschlossen werden. Allerdings sei es in Einzelfällen sinnvoll, häufige Schäden getrennt zu versichern, um die Prämie nicht in die Höhe zu treiben, rät Gabriele Zeugner von der Verbraucherzentrale Bremen.

Elementarschadenversicherung: Ebenso wichtig wie die Wohngebäudeversicherung ist die finanzielle Absicherung gegen Elementarschäden. Diese Police schützt vor Schäden durch Naturgewalten, die durch eine normale Gebäudeversicherung in der Regel nicht abgedeckt sind. Laut Zeugner solle sich jeder Hausbesitzer gegen Elementarschäden schützen, selbst wenn das Haus nicht in einem unmittelbarem Gefährdungsgebiet stehe.

Der Versicherer kommt für den kompletten Wiederaufbau nur bei einer „gleitenden Neuwertversicherung“ auf, da diese die Kostensteigerung seit Errichtung des Hauses berücksichtigt. Ebenso rät Stephan Schweda vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft darauf zu achten, dass alle Gebäudeteile – wie Garage oder Terrassendach – mit abgesichert sind.

Hausratversicherung: Das Inventar ist bei einer Gebäudepolice nicht im Versicherungsschutz eingeschlossen. Eine Hausratversicherung ist besonders bei wertvollen Einrichtungen sinnvoll. Zu beachten ist, dass der Wert des Inventars möglichst genau eingeschätzt wird, damit die Versicherungssumme nicht zu niedrig angesetzt und die Schäden folglich nur anteilig übernommen werden.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht: Verunglückt eine Person auf Ihrem Grundstück, z. B. durch Glatteis im Winter, können ohne Haftpflichtversicherung erhebliche Kosten entstehen. Es drohen Ansprüche auf Schmerzensgeld, Behandlungskosten oder im Extremfall die Zahlung einer lebenslangen Rente.

Allerdings seien Eigenheimbesitzer bereits über ihre private Haftpflichtversicherung ausreichend geschützt, sagt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten (BDV) in Henstedt-Ulzburg. Vermieter, so Rudnik weiter, benötigen hingegen einen speziellen Haftpflichtschutz. Dieser solle eine Deckungssumme von fünf Millionen Euro für Sach- und Personenschäden nicht unterschreiten, so der Rat des Experten.

Haus- und Wohnungsschutzbrief: Auf diese Police sollten Verbraucher verzichten, so Rudnik. Im Schadensfall beauftragt der Versicherer einen Dienstleister und übernimmt die Rechnung für die Dienstleistung. Beispielsweise würde die Versicherung die Rechnung für einen Schlüsseldienst übernehmen. Allerdings müsste der Versicherte selbst für die Kosten eines neuen Schlosses aufkommen. Die Kosten und Risiken sind in der Regel überschaubar, daher lohnt sich die Absicherung in aller Regel nicht (siehe hierzu auch unser Video „Versicherungen lohnen sich nicht“).

Rechtsschutz für Eigentümer: Die Rechtsschutzversicherung greift bei gerichtlichen Auseinandersetzungen, beispielsweise zwischen Mieter und Vermieter. Dennoch ist eine solche Police nicht empfehlenswert. Oft bieten Eigentümerverbände ihren Mitgliedern Rechtsschutz. Desweiteren würde die Rechtschutzversicherung verloren gehen, wenn sich die gerichtlichen Auseinandersetzungen des Versicherten häufen. Die Versicherung behält sich nämlich hierfür die Kündigungsmöglichkeit des Vertrages offen.

Risikolebensversicherung: Diese Police sorgt im Todesfall für finanzielle Entlastung. Sie sollte in ausreichender Höhe vor allem für den Hauptversorger einer Familie vorhanden sein. Auch wenn es kein schönes Thema ist, sollte man sich mit der Frage beschäftigen, wie es im Todesfall finanziell weiter gehen würde.

Es gibt auch Policen, die sich speziell zur Absicherung des Eigenheims eignen. Hierbei wird die Versicherungssumme über die Laufzeit an die offene Finanzierungssumme des Eigenheimes angepasst.

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